Die Renaissance der Salons
In unserer Hauptstadt boomen wieder die Salons - fast so wie vor zweihundert Jahren. Manche Werte und Ideale der damaligen Salonkultur können gerade heute wieder verwirklicht werden. Ein Salon wird zu einem improvisierten Gesamtkunstwerk menschlichen Lebens und menschlicher Gesellschaft, denn die Menschen prägen den Salon und der Salon prägt die Menschen.
Essen hatte zu der damaligen Zeit andere Prioritäten; von einer Salonkultur ist in den Geschichtsbüchern Essens nicht die Rede. Heute ist eine weitere wichtige Priorität hinzugekommen: Essen ist Kulturhauptstadt 2010! Das ist auch eine Chance für eine neue Salonkultur.
Der Salon versteht sich immer als geselliges Ereignis, in dessen Mittelpunkt zwar das Gespräch steht, doch künstlerische Beiträge sind ebenso Bestandteil und sollen zum Gedankenaustausch anregen. So wird eine private Öffentlichkeit geschaffen, die auch Einfluss auf den gesellschaftlichen Konsens hat.
Die Saloniere im 21. Jahrhundert, Thordis Lepak von Kostka, hält im Hintergrund geschickt die Fäden in der Hand. Sie sorgt für eine angenehme Atmosphäre, die richtigen Gesprächspartner und auf Wunsch auch für das leibliche Wohl.
Eine regelmäßige Salon - Reihe ist in Planung. Lassen Sie sich durch den SalonBrief über die Aktivitäten und Termine informieren.